• Hubert auf dem Hochsitz
  • Hubert schaut durchs Zielfernrohr
  • Hubert und Jürgen im Wald

Dem Wild auf der Spur


Wieder sind wir unterwegs mit unserem Küchenchef Hubert Mayer. Mittlerweile ist der Herbst eingekehrt, die Jagdzeit hat begonnen und Hubert nimmt uns mit auf einen Streifzug durch die Wälder rund um seine Heimat Bernau.

 

Es ist 7 Uhr früh, es nieselt, ist kühl und die Landschaft ist noch nebelverhangen als wir Hubert und seinen Jugendfreund Jürgen Schön treffen. “Das sind gute Voraussetzungen für die Jagd! Zur Dämmerzeit sind viele Tiere aktiv.“ Die beiden Männer teilen seit jeher die Leidenschaft fürs Jagen, die Natur und das gute Essen. Auch Jürgen ist in der Gastronomie tätig und führt heute mit seiner Frau den Landgasthof Bergblick in Bernau. Das Restaurant hat Tradition und ist seit 1910 in Familienbesitz.

durch das fernglas schauend

Ausgerüstet mit Gewehr, Fernglas und geeigneter Bekleidung geht es zum „Roten Felsen“. „Hier gibt es eine gesunde Wildpopulation – Rehe, Gämse und den König des Waldes, den Hirsch“, erzählt Hubert und erspäht in der Ferne auch gleich zwei Gämse. Auch ein paar Rehe zeigen sich ihm nach einiger Zeit auf dem Hochsitz, welcher dem „Ansitzen und Ansprechen“, also dem Erspähen und der Identifikation des jeweiligen Tieres dient.

 

Die Gewehre werden an diesem Vormittag aber kein einziges Mal angelegt und Hubert erklärt: „man kehrt oft von der Jagd zurück ohne etwas geschossen zu haben“. Grund dafür sei der Jagdkodex, an den sich die Jäger halten und der genau vorgibt unter welchen Bedingungen die Tiere geschossen werden dürfen. Dies dient dem Schutz des Gleichgewichts und des gesunden Bestandes der Wildtiere.

 

Nach einem kalten Vormittag mit vielen Eindrücken kehren wir im Landgasthof Bergblick ein. Alle sind zufrieden, auch ohne eine Beute. „Das Jagen ist die Leidenschaft für die Natur und deren Bewohner. Es geht vor allem um einen verantwortungsvollen Umgang und das Wahren des ethischen Gedankens, im Wald sowie in der Küche. Unser Handeln ist immer von Respekt und Hochachtung für die Natur sowie das Produkt geprägt“, sind Hubert und Jürgen sich einig.