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Die stillen Fische vom Schluchsee


Eingebettet zwischen dichten Wäldern und charmanten Landhäusern im südlichen Schwarzwald liegt der Schluchsee, der grösste See der Region und Teil des gleichnamigen Kurortes. Er ist Heimat und Lieblingsort von Küchenchef Hubert Mayer, der auch heute noch seine freien Tage hier verbringt. Spürt man die Ruhe, die der See ausstrahlt und die Energie, die die umliegenden Wälder verbreiten, versteht man auch weshalb.

 

Heute steht Hubert Mayer schon seit 5 Uhr morgens am See. Dies aus einem ganz bestimmten Grund: "Letzte Nacht hat es stark geregnet. Das sind optimale Bedingungen fürs Angeln, denn die Fische sind jetzt besonders aktiv", so der Küchenchef. Und plötzlich biegt sich die Rute! Der fast ein Meter lange Fisch beisst an, bewegt sich wild im Wasser und der Fang scheint zum Greifen nah. Doch in der nächsten Sekunde löst sich der Fisch vom Köder und schwimmt friedlich davon. Nächster Versuch.

Hubert fishing

Das Angeln habe er von seinem Vater gelernt, erzählt Hubert Mayer: "Früher waren wir oft zusammen jagen. Und wenn wir nichts geschossen haben, fuhren wir hier an den See, um nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen." Dieser Ehrgeiz begleitet den Küchenchef bis heute. Als nach zwei Stunden immer noch kein Fisch am Köder hängen bleibt, verlagert er sein Angel-Equipment sorgfältig ins Kanu und rudert damit auf den See hinaus. Die Sonne drückt langsam durch die Wolken und die umliegenden Wälder erinnern an kanadische Landschaften.

 

Hubert Mayer verwendet jetzt eine andere Rute. Diese habe er bereits seit 25 Jahren und sie habe ihm schon oft Glück gebracht. Heute nicht. Bald ist es Mittag, das Wasser ist still und die Fische scheinen wie verschwunden. "Am besten klappt das Fischen, wenn man keine Erwartungen hat. Dann, wenn einem drei Fischer erzählen, sie hätten seit einer Woche nichts gefangen", weiss Hubert Mayer aus eigener Erfahrung. Vielleicht will er heute zu viel. Dennoch rudert er zufrieden an Land zurück. Gut möglich, dass es die mystische Stimmung im Morgengrauen ist und nicht der Fang, welche den eigentlichen Erfolg des Fischens ausmacht.